Kamera-Zubehör im Test - Teil 3

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Im letzten Teil meiner Testreihe für Kamera-Zubehör habe ich zwei Aufsteckmikrofone ausprobiert. Es handelt sich dabei um Einsteigermodelle - ein Mikrofon für unter 30 Euro und ein Modell für knapp 43 Euro. Ich beurteile die Tonqualität dabei wie ein normaler Hobbyfilmer nur nach meinem Gehör und ohne technische Analyse.

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Gemeinsamkeiten

Es handelt sich dabei jeweils um Stereo-Mikrofone die mittels Klinkenkabel mit der Kamera verbunden werden. Die Stromversorgerung erfolgt bei beiden Modellen über eine mitgelieferte Batterie. Es ist auch jeweils ein Schaumstoff-Windschutz und ein Beutel zur Aufbewahrung im Lieferumfang enthalten. Ebenso gibt es bei den Leistungsdaten keinen Unterschied. Beide Mikrofone besitzen eine Sensitivität von -40 Dezibel und eine Impedanz von 200 Ohm. Der Ton-Aufnahmewinkel lässt sich mittels Schalter auf 90° oder 120° stellen.

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Unterschiede

Einen Unterschied gibt es jedoch in der Bauweise. Das teurere Mikrofon ist mit 13 Zentimetern etwa 5 Zentimeter länger als das günstige Modell. Ob dies Auswirkungen auf die Tonqualität hat, wird der Praxistest zeigen. Zudem ist die Verarbeitungsqualität des Kunststoffgehäuses beim 40€-Modell etwas besser. Allerdings besitzt es im Gegensatz zum günstigen Mikrofon nur einen Kunststoff-Fuß für die Verbindung mit dem Blitzschuh der Kamera. Dadurch lässt sich das kleine Mikrofon mit dem Metall-Fuß besser mit dem Blitzschuh der Kamera verbinden und auch wieder entfernen. Aufgrund der kompakteren Bauweise macht es zudem einen stabileren Eindruck.

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Links das Modell für 30 € und rechts das Modell für 43 €

Lieferumfang: Mikrofon, Batterie, Windschutz, Aufbewahrungsbeutel, Anleitung

Das Stereo-Mikrofon besticht durch eine robuste und kompakte Bauweise

Lieferumfang: Mikrofon, Batterie, Windschutz, Aufbewahrungsbeutel, Anleitung

Das Stereo-Mikrofon ist gut verarbeitet und für die Größe sehr leicht

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Praxistest

Ich habe die Mikrofone unter gleichen Bedingungen getestet: Spielende Kinder und Erwachsene die sich verteilt im Garten an einem sonnigen Tag bei leichtem Wind unterhalten. Gegenüber dem internen Mikrofon meiner Panasonic FZ1000 ist die Tonqualität des günstigen Mikrofons nicht ganz so gut. Der Ton ist relativ leise und Stimmen werden nicht sehr ausgeprägt wiedergegeben. Dafür funktioniert der Windschutz ganz ordentlich, wodurch weniger Nebengeräusche zu hören sind. Die Einstellung des Aufnahmewinkels hatte leider nur einen sehr begrenzten Effekt. Setliche Geräusche und Unterhaltungen waren dennoch hörbar.

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Da schlägt sich das teurere Mikrofon schon deutlich besser. Der aufgenomme Ton ist wesentlich lauter und klarer. Da die Elektronik bei diesem Modell anscheinend etwas empfindlicher ist, hat die Begrenzung des Tonaufnahmewinkels auf 90 Grad eine wesentlich bessere Wirkung. Seitliche Nebengeräusche werden merklich reduziert, auch wenn diese nicht ganz eleminiert werden können. Der mitgelieferte Windschutz minimiert die Nebengeräusche bei leichtem Wind genauso gut wie beim günstigen Modell.

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Fazit

Das Mikrofon für unter 30 € punktet klar mit dem Preis und der stabilen Verarbeitung. Die Tonqualität kann jedoch in Verbindung mit meiner Kamera nicht gänzlich überzeugen. Das Stereo-Mikrofon stellt aber auf jeden Fall eine günstige Alternative für Kameras mit internem Mono-Mikrofon dar.

Meine Empfehlung ist ganz klar das Stereo-Richtmikrofon für knapp über 40 €. Wie Tonqualität ist gegenüber dem internen Mikrofon meiner FZ1000 besser, besonders in Hinblick auf die reduzierten Wind- und Zoomgeräusche. Für Hobbyfilmer genau das richtige Einsteiger-Mikrofon.

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Der Beitrag Kamera-Zubehör im Test - Teil 3 erschien zuerst auf Electropapa Blog.

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